PCM — Process Communication Model

Sie sagen dasselbe – und erreichen jeden anders.

Was die eine Person motiviert, prallt bei der nächsten ab. PCM zeigt, warum das passiert — und gibt Ihnen die Werkzeuge, jeden Menschen gezielt zu erreichen.

PCM®-zertifizierter Coach und Trainer· Modell aus der NASA-Astronautenauswahl · entwickelt von Dr. Taibi Kahler

DI Robert Striemitzer im Gespräch

Woher PCM kommt

Ende der 1960er-Jahre untersuchte der amerikanische Psychologe Dr. Taibi Kahler etwas, das vor ihm niemand systematisch beobachtet hatte: nicht, was Menschen sagen, sondern wie sie es tun. Er fand wiederkehrende Sprach- und Verhaltensmuster, die einem Konflikt vorausgehen — beobachtbar in Sekunden und, was entscheidend ist, vorhersehbar. Für diese Arbeit erhielt er 1977 den Eric Berne Memorial Scientific Award.

Aufmerksam wurde die NASA. Ihr leitender Psychiater für die bemannte Raumfahrt, Dr. Terrence McGuire, holte Kahler in die Astronautenauswahl. Die NASA wusste, wer fachlich der Beste war — das ließ sich messen. Was sie nicht wussten: wie eine Crew miteinander umgeht, wenn es eng wird und niemand aussteigen kann. Kahler konnte nach wenigen Minuten sagen, was ein neunstündiges Testverfahren erst am Ende zeigte.

Heute wird PCM weltweit eingesetzt — in Führung und Vertrieb, in Medizin und Pflege, in Schulen, in der Luftfahrt. Im deutschsprachigen Raum arbeiten über 200 zertifizierte Trainer:innen und Coaches mit dem Modell.

Zwei Modelle in einem

Der Name verrät, worum es geht: Process Communication Model. Nicht um den Inhalt eines Gesprächs, sondern um den Prozess — also darum, wie geredet wird. Das ist die Ebene, auf der Gespräche gelingen oder scheitern. Deshalb besteht PCM aus zwei Teilen, die zusammengehören.

Das Persönlichkeitsmodell

Wie tickt mein Gegenüber?

Es beschreibt, wie ein Mensch wahrnimmt, was ihn am ehesten antreibt und in welches Muster er unter Druck am wahrscheinlichsten rutscht.

Das Kommunikationsmodell

Und was sage ich jetzt?

Es liefert das konkrete Handwerkszeug — den passenden Kanal, den passenden Ton, den Satz, mit dem ich jemanden wieder erreiche.

Die meisten Persönlichkeitsmodelle hören nach dem ersten Teil auf. Sie bekommen ein Ergebnis, ein Kürzel, eine Farbe — und stehen dann vor demselben Gespräch wie vorher. PCM geht den zweiten Schritt mit und bietet noch weitere Handlungsempfehlungen.

Die sechs Persönlichkeitstypen

Der wichtigste Satz zuerst, weil er fast immer missverstanden wird: Alle sechs Typen stecken in jedem Menschen. Sie sind keine Schubladen. Was uns unterscheidet, ist die Reihenfolge und die Ausprägung — welcher Anteil viel Energie hat und leicht verfügbar ist, und welcher weiter oben liegt und mehr Anstrengung kostet. Kein Typ ist besser, klüger oder wertvoller als ein anderer.

  • Logiker

    Verantwortungsbewusst, logisch, organisiert

    Wahrnehmung
    Gedanken. Sortiert die Welt über Daten, Fakten und Logik.
    Stärken
    Verantwortungsbewusst, strukturiert, analytisch. Denkt Dinge zu Ende, bevor gehandelt wird.
    Braucht
    Anerkennung für die Arbeit — und klare Zeitstruktur. Ein Termin ist ein Termin.
    So erreichen Sie sie
    Sachlich, präzise, mit Zahlen und einer klaren Agenda. Fragen statt Ansagen.
    Unter Druck
    Überarbeitet, kontrolliert zu viel und ärgert sich über andere, die „nicht klar denken".
  • Beharrer

    Engagiert, gewissenhaft, wertorientiert

    Wahrnehmung
    Meinungen und Überzeugungen. Fragt zuerst: Ist das richtig? Ist das vertretbar?
    Stärken
    Engagiert, gewissenhaft, wertorientiert. Steht für etwas ein, auch wenn es unbequem wird.
    Braucht
    Dass die eigenen Überzeugungen ernst genommen werden — und Anerkennung für den Beitrag.
    So erreichen Sie sie
    Nach der Einschätzung fragen. Respektvoll widersprechen ist erlaubt, die Meinung übergehen nicht.
    Unter Druck
    Predigt, wird misstrauisch und sucht den Fehler bei anderen.
  • Empathiker

    Mitfühlend, sensibel, warmherzig

    Wahrnehmung
    Emotionen. Spürt die Stimmung im Raum, bevor jemand ein Wort gesagt hat.
    Stärken
    Mitfühlend, warmherzig, sensibel. Hält Teams zusammen, oft ohne dass es jemand bemerkt.
    Braucht
    Wertschätzung als Person — nicht für die Leistung. Dazu eine Umgebung zum Wohlfühlen.
    So erreichen Sie sie
    Warm, persönlich, mit einem echten „Wie geht es Ihnen?" vor dem Sachthema.
    Unter Druck
    Macht sich klein, passt sich über, macht unnötige Fehler und nimmt alles persönlich.
  • Träumer

    Reflektiert, fantasievoll, ruhig

    Wahrnehmung
    Reflexion. Geht nach innen, sortiert dort und kommt mit Unerwartetem zurück.
    Stärken
    Ruhig, fantasievoll, konzeptionell stark. Hält Komplexität aus, ohne hektisch zu werden.
    Braucht
    Zeit für sich. Rückzugsraum ist die Bedingung dafür, etwas beitragen zu können.
    So erreichen Sie sie
    Klar und direktiv — konkrete Aufgabe, klarer Rahmen, dann Ruhe. Keine offenen Brainstormings.
    Unter Druck
    Zieht sich zurück, wartet passiv ab und verschwindet aus dem Gespräch, ohne den Raum zu verlassen.
  • Rebell

    Spontan, kreativ, spielerisch

    Wahrnehmung
    Reaktionen. Weiß sofort, ob etwas gefällt oder nicht — und sagt es auch.
    Stärken
    Spontan, kreativ, spielerisch. Bringt Energie in den Raum und stellt die Frage, die sich alle verkneifen.
    Braucht
    Kontakt, Spaß, Leichtigkeit. Ein Tag ohne einen einzigen Lacher ist ein verlorener Tag.
    So erreichen Sie sie
    Locker, humorvoll, auf Augenhöhe. Formelle Betroffenheitsrhetorik kommt nicht an.
    Unter Druck
    Nörgelt, schiebt Verantwortung weg und verstrickt sich in ein „Ja, aber ..." nach dem anderen.
  • Macher

    Anpassungsfähig, charmant, einfallsreich

    Wahrnehmung
    Handlungen. Sieht die Gelegenheit und greift zu, während andere noch abwägen.
    Stärken
    Anpassungsfähig, charmant, einfallsreich. Kommt in Situationen zurecht, die andere lähmen.
    Braucht
    Aufregung, Tempo, Herausforderung. Stillstand ist der eigentliche Stressfaktor.
    So erreichen Sie sie
    Direkt, kurz, ohne Vorrede. Kein Smalltalk, kein Kontext — sagen, was Sache ist.
    Unter Druck
    Geht ins Risiko, spielt Menschen gegeneinander aus und sucht die Konfrontation.

Was Ihre Struktur über Sie sagt

PCM beschreibt nicht nur, welcher Typ Sie sind — sondern wie die sechs Anteile in Ihnen angeordnet sind. Zwei Begriffe sind dabei zentral.

Die Basis ist Ihr Fundament. Sie bildet sich früh und bleibt ein Leben lang gleich. Sie prägt, wie Sie die Welt grundsätzlich wahrnehmen und welche Sprache Ihnen mühelos von der Hand geht.

Die Phase ist die Etage, in der Sie gerade leben. Sie zeigt, was Sie heute am ehesten motiviert und in welches Stressmuster Sie heute am wahrscheinlichsten rutschen. Anders als die Basis kann sich die Phase im Lauf des Lebens ändern — meist nach einer intensiven Zeit, die einen verändert zurücklässt.

  1. Träumer 20 %
  2. Macher 35 %
  3. Rebell 50 %
  4. Logiker 70 %
  5. Beharrer Phase 85 %
  6. Empathiker Basis 100 %
Beispielprofil, anonymisiert. Die Basis bleibt ein Leben lang gleich, die Phase kann wechseln. Jede reale Struktur sieht anders aus — es gibt keine richtige Reihenfolge und keinen besseren Typ.

Das erklärt etwas, das viele an sich selbst nicht einordnen können: warum die Dinge, die einen früher angetrieben haben, plötzlich nicht mehr ziehen. Es ist kein Verschleiß. Es ist ein Etagenwechsel.

Die Anteile, die weiter oben liegen, sind nicht weg — sie kosten nur mehr Energie. Genau das ist die gute Nachricht: Diese Etagen lassen sich trainieren. Wer als Logiker den Zugang zum Empathiker-Anteil bewusst übt, wird nicht zum Empathiker. Aber er kann eine Person erreichen, an der er vorher regelmäßig abgeprallt ist.

Die Kommunikationskanäle

Derselbe Satz kommt völlig unterschiedlich an, je nachdem, auf welchem Kanal Sie ihn senden.

KanalKlingt soErreicht vor allem
Direktiv „Schicken Sie mir den Bericht bis Freitag." Macher, Träumer
Informativ-fragend „Wie schätzen Sie den Zeitplan ein?" Logiker, Beharrer
Wohlwollend „Schön, dass Sie da sind. Wie geht es Ihnen damit?" Empathiker
Reaktiv „Na, stürzen wir uns rein?" Rebell

Der häufigste Fehler in der Praxis ist nicht der falsche Inhalt. Es ist der Reflex, denselben Kanal lauter zu senden, wenn er beim ersten Mal nicht funktioniert hat.

Warum Batterien wichtiger sind als Motivation

Jeder Typ hat psychische Bedürfnisse — nicht im Sinne von Wünschen, sondern von Betriebsstoff, der unsere Batterien wieder auflädt. Mit gefüllten Batterien können wir gut Lift fahren, unsere anderen Stockwerke besuchen und dort interagieren. Werden sie über längere Zeit nicht erfüllt, schaffen wir es nur schwer, Menschen in anderen Stockwerken zu begegnen — und sind lieber im Keller. Dort lebt Distress.

Das ist der entscheidende Perspektivwechsel: Stress ist meistens kein Charakterfehler, sondern eine leere Batterie. Ein Empathiker, der drei Wochen lang nur über Zahlen angesprochen wurde, wird nicht „schwierig". Es fehlt ihm schlicht das, was er zum Arbeiten braucht.

Wer weiß, wie er seine eigenen Batterien lädt, kommt nicht nur anders durch die Woche, sondern lebt jeden Tag mit Energie. Wer weiß, wie sein Team Batterien lädt, führt anders.

Wenn es kippt: die Distress-Sequenz

Konflikte brechen nicht aus. Sie kündigen sich an — nur meistens in einer Sprache, die niemand gelernt hat zu lesen.

Erdgeschoss hier läuft der Alltag

  1. Die frühen Signale

    Kleine, typische Muster. Ein Logiker beginnt, überflüssige Details zu präzisieren. Ein Empathiker entschuldigt sich für etwas, das nicht sein Fehler war. Noch ist alles harmlos — und noch ist es leicht zu drehen.

    Hier ist der Ausstieg am leichtesten: Kanal wechseln oder das Bedürfnis bedienen, das gerade unterversorgt ist.

  2. Die Maske

    Jetzt wird es sichtbar. Der eine kritisiert, der andere zieht sich zurück, der Dritte nörgelt. Das Gespräch dreht sich, ohne voranzukommen. Wer hier nur auf den Inhalt reagiert, verstärkt das Muster meistens.

  3. Resignation

    Rückzug, innere Kündigung. Was auf dieser Stufe ankommt, ist selten noch ein Kommunikationsthema.

Der praktische Wert liegt auf der ersten Stufe. Wer sie erkennt, muss die zweite gar nicht erst moderieren — es genügt oft, den Kanal zu wechseln oder ein Bedürfnis zu bedienen, das gerade unterversorgt ist. Das ist kein Trick. Es ist präzise Aufmerksamkeit.

In vier Schritten

Aus dem Modell wird Handwerk, wenn diese vier Schritte zur Gewohnheit werden.

01
ACHTSAM SEIN
Selbstmanagement

Erkennen

5 Anzeichen verraten den Kanal: Mimik, Gestik, Wortwahl, Tonfall, Körperhaltung.

Verstehen

Die Signale richtig deuten: Was bedeuten sie wirklich — und in welchem Zusammenhang?

Die Erkenntnis gezielt einsetzen — und darauf die eigene Kommunikation ausrichten.

Nutzen

Sender

Startet die Nachricht — über Wortwahl, Tonfall und Körpersprache, bewusst oder unbewusst.

Empfänger

Nimmt die Nachricht auf — und beginnt sofort, sie zu deuten.

Was PCM nicht ist

Ehrlichkeit gehört zum Handwerk, deshalb auch das.

  • NichtEin Persönlichkeitstest, der Menschen einsortiert.

    SondernEine Beschreibung von Anteilen, die jeder Mensch hat — nicht von Kategorien, in die jemand hineingehört.

  • NichtEine Erklärung für jeden Konflikt.

    SondernManche Auseinandersetzungen sind echte Sachkonflikte: unvereinbare Interessen, unklare Zuständigkeiten, zu wenig Geld für zu viel Aufgabe. Die löst kein Kommunikationsmodell — es hilft dann, sie sauber zu führen.

  • NichtTherapie.

    SondernArbeit an beobachtbarem Verhalten und an Kommunikation, nicht an biografischen Themen.

  • NichtEin Etikett für andere.

    SondernEin Werkzeug für die eigene Flexibilität. Wer anfängt, Kolleg:innen im Kopf zu beschriften, hat das Modell verfehlt.

Was bleibt, ist trotzdem viel: eine gemeinsame Sprache für etwas, für das die meisten Teams gar keine Worte haben.

Wo PCM in der Praxis wirkt

Führung
Dieselbe Ansage motiviert die eine Person und blockiert die andere. Wer die Struktur seines Teams kennt, führt individuell, ohne beliebig zu werden.
Teams und Zusammenarbeit
Reibung zwischen zwei Menschen ist oft keine Antipathie, sondern ein Kanalproblem. Das aufzulösen verändert die Zusammenarbeit spürbar.
Konflikt und Mediation
Wer die Distress-Muster beider Seiten lesen kann, erkennt früher, worum es wirklich geht — und woran ein Gespräch gerade scheitert.
Vertrieb und Kundenkontakt
Menschen entscheiden nicht auf demselben Kanal, auf dem sie angesprochen werden wollen. PCM macht diesen Unterschied nutzbar.
Bildung und Gesundheitsberufe
Überall, wo der Kontakt zur Person die eigentliche Arbeitsgrundlage ist.

Was Sie davon haben

  • Sie erkennen in wenigen Sätzen, wie Ihr Gegenüber die Welt sortiert.
  • Sie wählen den Kanal bewusst, statt es lauter zu versuchen.
  • Sie erkennen, was Menschen am ehesten antreibt — auch sich selbst.
  • Sie sehen Stress kommen, bevor daraus ein Konflikt wird.
  • Sie verstehen Ihre eigenen Muster: warum Sie manche Situationen mühelos meistern und in anderen zuverlässig anecken.
  • Sie kommen mit besser geladenen Batterien durch die Woche.

PCM lernen

Die Grundlage jeder PCM-Arbeit ist das persönliche PCM-Profil — ein wissenschaftlich fundierter Fragebogen, der Ihre Struktur, Ihre aktuelle Phase und Ihre typischen Stressmuster zeigt. Ausgewertet wird es nicht als Ergebnis-PDF, sondern im Gespräch: Erst dort wird aus einem Profil ein Werkzeug.

Darauf bauen die Angebote auf: vom Profil mit Debriefing über vier Termine für Führungskräfte bis zur Schulung im Unternehmen.

Die drei Angebote stehen am Ende dieser Seite.

Häufige Fragen zu PCM.

Was ist das Process Communication Model (PCM)?

Das Process Communication Model ist ein Kommunikations- und Persönlichkeitsmodell, das der US-amerikanische Psychologe Dr. Taibi Kahler in den 1970er-Jahren entwickelt hat. Es beschreibt sechs Persönlichkeitsanteile, die in jedem Menschen in individueller Reihenfolge vorhanden sind, und leitet daraus ab, wie man eine Person tatsächlich erreicht: über welchen Kanal, mit welchem Tonfall und woran früher Stress erkennbar wird.

Welche sechs Persönlichkeitstypen gibt es im PCM?

PCM unterscheidet Logiker, Beharrer, Empathiker, Träumer, Rebell und Macher. Sie unterscheiden sich darin, wie sie wahrnehmen: Logiker über Gedanken und Fakten, Beharrer über Meinungen und Überzeugungen, Empathiker über Emotionen, Träumer über Reflexion, Rebell über spontane Reaktionen, Macher über Handlungen. Alle sechs stecken in jedem Menschen, nur in unterschiedlicher Ausprägung und Reihenfolge.

Was ist der Unterschied zwischen Basis und Phase?

Die Basis ist der Persönlichkeitsanteil, der sich früh im Leben bildet und dauerhaft gleich bleibt. Sie prägt, wie jemand die Welt grundsätzlich wahrnimmt. Die Phase ist der Anteil, der aktuell am stärksten wirkt: Sie zeigt, welche Bedürfnisse gerade besonders wichtig sind und in welches Stressmuster jemand am ehesten rutscht. Anders als die Basis kann die Phase sich im Lauf des Lebens ändern.

Ist PCM ein Persönlichkeitstest?

Nein. PCM sortiert Menschen nicht in Kategorien ein, sondern beschreibt Anteile, die jeder Mensch besitzt. Kein Typ ist besser oder wertvoller als ein anderer. Das persönliche PCM-Profil zeigt die individuelle Reihenfolge dieser Anteile und die typischen Stressmuster — es ist eine Arbeitsgrundlage, kein Urteil über eine Person.

Was hat die NASA mit PCM zu tun?

Dr. Terrence McGuire, leitender Psychiater der NASA für die bemannte Raumfahrt, zog Taibi Kahler zur Auswahl von Astronauten hinzu. Kahlers Verfahren half dabei einzuschätzen, wie eine Crew unter Dauerbelastung und auf engem Raum miteinander umgeht — eine Frage, die sich mit fachlicher Eignung allein nicht beantworten lässt.

Worin unterscheidet sich PCM von anderen Persönlichkeitsmodellen?

Viele Modelle beschreiben, wie ein Mensch ist, und enden dort. PCM ergänzt den Kommunikationsteil: Es benennt den Kanal, über den eine Person erreichbar ist, die psychischen Bedürfnisse, die ihre Energie speisen, und die frühen Stresssignale, die einem Konflikt vorausgehen. Der Name sagt es — es geht um den Prozess eines Gesprächs, nicht nur um dessen Inhalt.

Was bedeutet Distress im PCM?

Distress bezeichnet im PCM das Verhalten, das auftritt, wenn psychische Bedürfnisse über längere Zeit unerfüllt bleiben. Es läuft in Stufen ab: Zuerst zeigen sich kleine, typische Signale, dann folgt ein sichtbares Maskenverhalten wie Kritisieren, Rückzug oder Nörgeln, zuletzt Resignation. Der praktische Nutzen liegt auf der ersten Stufe, weil sich dort mit einem Kanalwechsel noch leicht gegensteuern lässt.

Brauche ich Vorkenntnisse, um PCM zu lernen?

Nein. Ein PCM-Grundlagenseminar beginnt bei null und setzt keine psychologische Vorbildung voraus. Hilfreich ist nur, ein bis zwei konkrete Situationen aus dem eigenen Alltag mitzubringen, an denen sich das Modell anwenden lässt.

Wie bekomme ich mein eigenes PCM-Profil?

Das PCM-Profil entsteht über einen wissenschaftlich fundierten Fragebogen, den Sie eigenständig im Portal des Lizenzgebers ausfüllen. Anschließend wird es gemeinsam besprochen — im Rahmen eines Seminars oder in einem eigenen Auswertungsgespräch. Erst diese Besprechung macht aus dem Profil ein Werkzeug; als reines Ergebnisdokument bleibt es wirkungslos.

Kommende PCM-Termine

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PCM Grundlagen Teil 1 - Kommunikation trifft Persönlichkeit

PCM-Grundlagen in zwei Tagen: Warum Sie mit manchen Menschen mühelos reden — und mit anderen immer wieder aneinander vorbei. Und was Sie konkret ändern können.

Termin
Fr, 13.–Sa, 14. November 2026
Ort
8020 Graz
Plätze
0 von 10 Plätzen frei

PCM Grundlagen 1+2 — Kommunikation verstehen und gezielt einsetzen

In drei Tagen zu den Grundlagen des Process Communication Model: Sie lernen, wie Menschen wahrnehmen, kommunizieren und unter Druck reagieren — und wie Sie das gezielt für sich und im Umgang mit anderen nutzen.

Termin
Do, 04.–Sa, 06. Februar 2027
Ort
8052 Graz
Plätze
20 von 20 Plätzen frei

PCM Grundlagen Teil 1: Kommunikation trifft Persönlichkeit

PCM-Grundlagen in zwei Tagen: Warum Sie mit manchen Menschen mühelos reden — und mit anderen immer wieder aneinander vorbei. Und was Sie konkret ändern können.

Termin
Termin in Planung · Frühjahr 2027
Ort
Graz
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